Wie überführt man abgemeldete Autos?

Juni 14th, 2012

Keine Fahrt ohne Zulassung
Ein Fahrzeug darf ohne gültige Zulassung oder amtliches Kennzeichen nicht im Straßenverkehr genutzt werden, man macht sich damit strafbar. Zudem besteht bei einem Unfall keinerlei Versicherung und man hat den Schaden und seine Folgen selbst zu tragen. Dies gilt auch für Probefahrten und Überführungen.

Kurzzeitkennzeichen für die Überführung
Ob ein Fahrzeug schon abgemeldet ist, erkennt man daran, dass es entstempelt ist, das heißt die Zulassungsplakette ist entfernt worden. Eine Fahrt mit einem nicht zugelassenen Kfz im Straßenverkehr ist nicht erlaubt, wird man dabei erwischt, erhält man eine Strafe von 6 Punkten. Hat das vorübergehend abgemeldete Fahrzeug ein amtliches Kennzeichen, das entstempelt ist, ist die Fahrt zur Wiederzulassung und Hauptuntersuchung mit Abgasuntersuchung erlaubt. Allerdings nur, wenn die Zulassungsstelle im Zulassungsbezirk oder im angrenzenden Bezirk liegt. Für diese Fahrt ist jedoch unbedingt eine Haftpflichtversicherung erforderlich. Wenn man z.B. einen Gebrauchtwagen in Berlin findet, den man nach Süddeutschland überführen möchte, ist es erforderlich, sich ein entsprechendes Kennzeichen für die Überführung zu besorgen. Man hat zwei Möglichkeiten. Entweder das Auto wird mit den notwendigen Papieren angemeldet oder aber mit einem Kurzzeitkennzeichen überführt. Ein Kurzzeitkennzeichen kann bei jeder Zulassungsstelle beantragt werden, unabhängig von Ihrem Wohnort. Das Kurzzeitkennzeichen ist für eine Dauer von 5 Tagen für Fahrten innerhalb Deutschlands gültig, danach erlischt die Frist automatisch und die Kennzeichen können entsorgt werden. Zur Beantragung dieses Kennzeichens ist vorher eine entsprechende Versicherung zu beantragen. Werkstätten und Autohändler haben oftmals solche rote Kennzeichen in Gebrauch und stellen diese zur Überführung zur Verfügung. Nützliche Informationen dazu gibt es im Internet, z. B. bei www.1a-automarkt.de.